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Schnabel Molukkenhenne
#11
Thomas B., Tierheilpraktiker schrieb:Hallo Helmuth,
Helmuth schrieb:mit dem auswachsen kann ich leider nicht bestätigen.
Normalerweise wächst ein Schnabel zeitlebens überall nach. In seltenen Ausnahmen ist das nicht der Fall wenn die Schnabelwurzel zu sehr geschädigt ist - dann kann der Schnabel an dieser Stelle nicht mehr nachwachsen. Wenn das der Fall ist, würde ich aber eine Schnabelplastik machen lassen, um
a) die Stabilität des Schnabels zu erhöhen und
b) der Gefahr weiterer Schnabelverformungen vorzubeugen
c) die Möglichkeit des Eindringens von Keimen zu verhindern, denn eine Osteomyelitis kann beim Vogel schnell tödlich enden.
LG
Thomas


Hallo,
In diesem Fall ist es bestimmt nicht so schwierig das Loch zu füllen, da das eingesetzte Material ja genügend Haltepunkte hat.
Oft genug ist es schon vorgekommen das sich bei Belastung die Plastik wieder gelöst hat.
Susanne sollte uns mal etwas mehr dazu schreiben, Alter des Tieres, Zahmheit ect.
Wenn der Vogel schon längere Zeit mit dem Schnabelfehler auskommt und die Stabilität ist in Ordnung( können wir ja nicht beurteilen) sollte man immer abwägen was besser ist für den Vogel.

Mein Graupapagei ist ein scheuer WF und der Schnabelfehler ist nicht so groß wie bei dem Molukken..
Sollte ich Ihm den Stress geben und Ihn fangen, in eine Transportbox stecken, eine lange Fahrt zum Tierarzt aussetzen und zu guter letzt auch noch in Narkose legen. Nicht zu wissen ob er wieder aufwacht!
Mit Sicherheit nicht!!

Liebe Grüße
Helmuth
Viele Grüße

Helmuth
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#12
Hallo,
erst mal danke für eure Antworten und Nachfragen - ich muss mal deutlich zum Ausdruck bringen, dass ich mich hier jedes Mal über den höflichen Umgangston miteinander freue - keine Vorwürfe, keine bösartigen Anschuldigungen oder Unterstellungen. Danke schön dafür!
Helmuth schrieb:ist die andere Seite des Schnabels in Ordnung?
So wie es auf dem Bild aussieht ist es eine alte Verletzung, oder?
Der Schnabel ist sonst völlig in Ordnung - das große Loch gestern gesehen, fotografiert - an "unsere" TÄ gemailt.
jerry schrieb:Wenn das Cica ist, muß die Verletzung relativ frisch sein.
@ Jerry: Ja, das ist Cica, die ursprüngliche Verletzung war ein stecknadelkopfgroßes Loch im Unterschnabel vor sechs Wochen.
Thomas B., Tierheilpraktiker schrieb:ich wüßte auch gern Näheres. Das stammt doch bestimmt von einem durchgeknallten Kakadukavalier, oder? Dann wäre ja das Hauptproblem, wie man Wiederholungen oder Schlimmeres verhindert. Im Prinzip wächst sowas irgendwann wieder aus, das dauert nur. Man kann es auch chirurgisch mit einer Kunstharz-Schnabelplastik versorgen.
Ja, Thomas, stammt von dem Molukkenkakaduhahn Molo. Die Zusammenführung geschah unter Videobeobachtung - ließ sich auch gut an. Bis es vor sechs Wochen zum "Kippen von Imponieren zu Angriff" kam -Ich rein, da hatte Molo Cica in den Schnabel gebissen und Cica ihn in die Kralle. Nach einigen Tagen Trennung haben wir die beiden wieder zusammengelassen, alle Verstecke u.ä. entfernt. Seitdem leben sie sehr harmonisch zusammen, stundenlanges Kraulen, gegenseitige Gefiederpflege, der Hahn tritt regelmäßig die Henne, (er hat immer noch mit seiner Krallenverletzung zu tun).
Die Henne hatte nur ein sichtbares stecknadelkopfgroßes Loch im Unterschnabel und sollte (auf ausdrücklichen Wunsch des Eigentümers) nicht behandelt werden.
Helmuth schrieb:mit dem auswachsen kann ich leider nicht bestätigen.
Wenn Dein Molukke also zurecht kommt würde ich Ihm den Eingriff mit Kunstharz ersparen.
@ Helmuth:
Die Meinung der TÄ (die ich später erfahren habe) ist die gleiche, eine Schnabelplastik nicht möglich, da nur sehr wenig von der Wachstumszone stehen geblieben ist, die durch den Aufbau einer Schnabelplastik noch weiter zerstört werden könnte.
Der obere Bogen wird nach ihrer Meinung auch noch ausbrechen, da aber das Schöpfen noch möglich ist, kein akuter Handlungsbedarf.
Thomas B., Tierheilpraktiker schrieb:c) die Möglichkeit des Eindringens von Keimen zu verhindern, denn eine Osteomyelitis kann beim Vogel schnell tödlich enden.
@ Thomas: Was ist eine Osteomyelitis?
Cica ist 14 Jahre alt - hat Vertrauen zum Menschen (kommt also zum Transport auf den Arm etc.), lässt sich aber nicht "knuddeln oder kraulen" - ein Vogel, den ich zwar nicht als wild, aber auch nicht als "zahm" im Sinne von "problemlose Behandlung täglich möglich" einstufen würde.Deshalb wollen wir Cica auch nicht irgendeinem Stress aussetzen - sie frisst, sie trinkt, mal abwarten.
Der obere Bogen ist instabil und nicht mehr mit der hinteren Wachstumszone verbunden. Die Henne frisst aber noch normal Körner etc.
Mit Schnabelplastiken haben wir bisher keine Erfahrungen. Daher auch meine Frage.
@ Simone: hast eine PN mit TelNr.
@ Thomas:melde mich noch per Mail wegen Punch....
LG
Susanne
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#13
also meine WHK Henne hatte auch eine Schnabelverletzung.
Der Oberschnabel durchgebissen.

[Bild: kuki.JPG]

schaut zwar nicht schön aus, ist aber voll funktionstüchtig und bedarf keiner Behandlung mehr.

Erst war es ein Loch, dann ist es durchgebrochen und die obere Hälfte war weg. Nur das Volumen hat der Schnabel nicht mehr bekommen, mittlerweile kann Madame schon wieder richtig gut zwicken damit.
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#14
Uhu schrieb:sollte (auf ausdrücklichen Wunsch des Eigentümers) nicht behandelt werden.
Kann ich ja nun gar nicht verstehen-ein Schnabelbiss sollte immer tierärztlich behandelt werden!!!! Schon wegen möglicher Komplikationen (Keime,Entzündungen udgl.) Wasch dem Eigentümer mal den Kopf-das hätte er Chica auch ersparen können. Ich würde mir mal von einem anderen Vogelarzt ne zweite Meinung holen, vieleicht kann man ja wenigstens das Teilstück stabilisieren- von Dauerplastiken hab ich auch noch keine positive Meinung gehört. Na wenigstens sind jetzt die Fronten geklärt-Chica ist halt sehr dominant für eine Henne und das musste jetzt erstmal ausgefochten werden. Gott sei dank ist nichts Schlimmeres passiert.(Hab Deine anderen Beiträge gelesen)
Liebe Grüße Regina
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#15
Nach meiner personlichen erfahrung konnen arzte nicht viel damit machen. Da muss man abwarten und beobachten.
Man muss naturlich entzundungen vorbeugen.

Also die stelle sauberhalten. Ich wurde ihr, wenn moglich etwas drauftun.
Velleicht violet de gentiane aber das es die haut austrocknet , nachher ein tropfen vit E ...braucht man ja nicht jeden tag.

Auch aloès und vielleicht hat Thomas etwas fur sie.

Personlich wurde ich zur trennung der beiden vogel fur einige zeit um die heilung zu beobachten, raten.
Céline
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#16
jerry schrieb:sollte (auf ausdrücklichen Wunsch des Eigentümers) nicht behandelt werden.

Hallo Susanne, hab mir Deine Unfallbeschreibung nochmals durch den Kopf gehen lassen. Vor 6 Wochen war das Loch stecknadelgroß?! Mittlerweile paßt doch schon ein kleiner Finger fast durch!! Ich möchte Dir dringend raten, einen Arzt aufzusuchen, da eine natürliche Erweiterung an dieser Stelle innerhalb eines so kurzen Zeitraumes nicht normal sein kann. Wie schon geschrieben, besteht die größte Gefahr bei einer unbehandelten Schnabelverletzung in den Folgeschäden durch Infektionen.
Der Schnabel ist kein totes Gewebe, sondern durch Nervenstränge und Blut durchzogenes Horn. Zumal an dieser Stelle auch ziemlich dicht an der Hornwurzel gelegen. Wenn sich ein vorhandenes Loch vergrößert, kann das durchaus schon ein Indiz für eine Folgeinfektion durch Milben oder Pilze oder auch Bakterien handeln, die schnellstens behanderlt werden muß. Diese Infektion kann sich u.U. innerhalb kürzester Zeit auf den gesamten Unterschnabel ausbreiten und noch schlimmere Schäden anrichten. Ganz zu schweigen von möglichen Keimen, die über den Blutkreislauf den Vogel erkranken lassen. Hast Du die Wunde sofort desinfiziert? Bitte red nochmal mit dem Eigentümer. Die Stelle muß sich unbedingt ein TA anschauen. Außerdem, wer will denn für den Schaden gerade stehen, wenn tatsächlich das Schlimmste eintreten sollte und der Schnabel dauerhaft geschädigt wird oder sich Stück für Stück zersetzt. Innerhalb 6 Wochen vervielfacht, könnte in drei Monaten der halbe Schnabel infiziert sein. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste und ohne Schnabel (bzw.mit Teildeformationen) ist ein Tier stark behindert und u.U. nicht mehr in der Lage, Nahrung aufzunehmen oder sich zu verteidigen.Der Eigentümer muß sich über die Tragweite seiner Entscheidung bewußt sein, wenn er Dir eine Behandlung verbietet. Und auch Du mußt Dich gegen mögliche Folgeschäden absichern!! Außerdem gibt es auch Möglichkeiten (durch Abschleifen oder Versteifen, das stehende Teil vor einem völligen Abbruch zu schützen/entlasten)Ich will keine Panik verbreiten, rate Dir aber dringend eine Begutachtung durch einen Vogelarzt an, da Entzündungen für uns von außen nicht immer sichtbar sind und unter der Oberfläche des Hornes irreparable Schäden anrichten können. Selbst bei zuwachsenden Hornverletzungen ist immer Vorsicht geboten, da auch dort die Keime weiter schwären und es zu Folgeschäden für das Tier kommen kann. Liebe Grüße mit der Bitte um gehenst die Kleine behandeln zu lassen-zur Not eben auch ohne Einverständnis des Eigentümers (wofür es eigentlich überhaupt keine Veranlassung geben könnte-beim Menschen nennt man sowas unterlassene Hilfeleistung!!)
Regina
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#17
ich stimme Regina zu, ich denke sie sieht das richtig.
Céline
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#18
Hallo,
zunächst einmal: zwei sehr vk Papageienärzte (Karlsruhe und Hannover) haben völlig unabhängig voneinander die gleiche Auskunft gegeben. Nicht behandelbar, da eine Schnabelplastik in der Wachstumszone durch Bohrungen befestigt werden müsste - wodurch der Entstehung von Infektionen Vorschub geleistet würde. Also: Das Leben des Vogels würde durch Eingriffe an dieser Stelle gefährdet.
Da Cicas Nahrungsaufnahme nicht beeinträchtigt ist, ist eine Gefährdung des Vogels durch Narkose, OP und mögliche nachfolgende Infektion nicht einzusehen.
Bakterien o.ä. sind meiner Meinung nach nicht an der "Vergrößerung" beteiligt. Für uns sieht es so aus, dass anfangs nur das stecknadelgroße Loch sichtbar war - der Schnabel aber auch gespalten war. Das abgestorbene Horn ist jetzt abgeplatzt.
LG
Susanne
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#19
Hi,

hier mal ein "Loch im Schnabel" Beitrag mit Bildern.

Da war zuerst auch nur ein Loch (sieht man auf den ersten Bildern fast garnicht, musste auch lange danach suchen!), dann brach es auf bzw. ab... sieht aber nicht so schlimm auf wie bei Madame Molo.

Mich irritiert schon die großflächige Absplitterung der Hornschichten - nicht, daß da doch Keime, Bakterien etc. am Gange sind????

Hast Du es weit nach Hamm? Dort weiß ich von einer sehr engagierten Papageien-TA. Anschauen lassen kostet ja nicht die Welt und sie kennt sich auch prima aus mit Schnabelwachstum und -korrekturen.
Liebe Grüße
Gitti
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#20
Gitti schrieb:Hi,

hier mal ein "Loch im Schnabel" Beitrag mit Bildern.

Da war zuerst auch nur ein Loch (sieht man auf den ersten Bildern fast garnicht, musste auch lange danach suchen!), dann brach es auf bzw. ab... sieht aber nicht so schlimm auf wie bei Madame Molo.

Mich irritiert schon die großflächige Absplitterung der Hornschichten - nicht, daß da doch Keime, Bakterien etc. am Gange sind????

Hast Du es weit nach Hamm? Dort weiß ich von einer sehr engagierten Papageien-TA. Anschauen lassen kostet ja nicht die Welt und sie kennt sich auch prima aus mit Schnabelwachstum und -korrekturen.

Diese vet ist wirklich mehr als engagiert und ich kann sie allen nur wärmstens ans Herz legen, für mich oder uns hier hat sie ein halbes Wunder verbracht.

Und es war nicht nur der Schnabel.

Rosita
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