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Hier eine neue mit wenig Erfahrung
#1
Hallo ihr,
ich heiße Claudia und habe mit meinem Mann und Sohn (17) seit 3 Wochen ein Weißhaubenkakadu Pärchen zu uns genommen.
Da ich im Zoofachgeschäft arbeite, und mit lebend Tieren viel Erfahrung habe sowie ich seit Jahren bei meinen Eltern mit einer Blaustirn Amazone aufgewachsen bin, weiß ich worauf ich mich eingelassen habe???!!
Geschichte:
Die zwei sind 6 Jahre alt und wir wissen nicht was sie erlebt haben.
Aber sie sind vor 3 Monaten nackt und unter starken Beruhigungsmittel zu uns gekommen (in die Firma). Wir haben sie dann in unserer Quarantäne aufgepäppelt und sofort die Medikamente weiß aber nicht welche)abgesetzt. Nun haben sie wieder einiges an Federn, er mehr wie sie. Er kann nun wieder kurze Strecken fliegen sie aber noch nicht. Das Männchen ist mir gegenüber sehr verschmust und hat mich noch nie gebissen aber meinen Mann hat er schon ziemlich drangsadiert. Er geht Schnabel klappernt und fauchend auf ihn los. Selbst bei meinem Sohn macht er das nicht. Das Weibchen aber beisst mich aus heiterem Himmel wenn ich sie auf dem Arm habe oder wenn sie auf dem Sofa sitz.
Ich habe schon überlegt ob es Eifersucht sein könnte?? Für Tipps sind wir immer zu haben und Dankbar.
Gruß

Claudia
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#2
Hallo,

Medikamente einfach abzusetzen und wenn man noch nicht mal weiß, um was für Medikamente es sich handelt, halte ich persönlich für etwas fahrlässig.Zwink
Sicherlich hatten diese einen Grund.
Starke Beruhigungsmittel bekommt man nicht ohne Rezept, ohne Anordnung.

Es wäre ratsam die Beiden mal bei einem fachkundigen TA untersuchen zu lassen.

Auch wenn Du mit einer BS-Amazone aufgewachsen bist, so weißt Du trotzdem nicht worauf Du Dich da eingelassen hast....das erfährst Du erst im Laufe der Zeit.heimlichlach

Wichtig ist, das Verhalten des Hahnes und der Henne nicht zu fördern, d.h. sich als Mensch zu sehr in die Partnerschaft drängen.
Das Verhalten beider deutet nämlich ganz stark darauf hin.
Viele Grüße Heike
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#3
Hallo liebe Claudia und herzlich Willkommen im Forum!

Ich würde es sehr hilfreich finden, könntest Du in Erfahrung bringen bei welchem TA die zwei in Behandlung waren und welche Medikamente und warum diese verabreicht wurden! Es gibt einige TÄ, die wegen des Rupfens oder der Selbstzerstörung Mittel gegen Parkinson einsetzen. Welche das genau sind, kann ich jetzt leider nicht sagen, mir sind solche Mittel allerdings äußerst suspekt.

Wenn Eure Kakadus mit Bissen reagieren, kann dies verschiedene Gründe haben. Grundlos beißen sie „eigentlich“ nie, meistens ist es ein Fehlverhalten unsererseits, weil wir ihre Signale falsch gedeutet oder nicht beachtet haben!

Lese Dich am besten einmal durch diese Seiten und Bücher und überlege einmal, wie Ihr mit den zweien umgeht und achtet auf ihre Signale (Hauben- und Federnstellung, ggf. Pupillen!):

http://www.radikal-kakadu.privat.t-online.de/

http://www.amazon.de/Papageienverhalten-...3800154463

http://www.amazon.de/Papageien-als-Heimv...069&sr=1-1

http://www.amazon.de/Papageienschule-Weg...gy_b_img_b
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#4
Hallo Else,
auch von mir Willkommen - wieder neue Kakadu-Freunde an Bord!

Es ist schön, dass die beiden Weißhaubenkakadus bei dir ein neues Zuhause gefunden haben! Applaus

Wenn die beiden stark gerupft waren, als sie zu dir kamen, haben sie sicher schon einiges erlebt, dass sie im Alter von 6 Jahren so aussehen. Das kennen wir auch und können davon ein Lied "mitsingen". Aber jeden kleinen Fortschritt, den die beiden machen, werdet ihr genießen.

Das Rupfen kann vielfältige Ursachen haben: von gesundheitlichen Ursachen über Mängel in der (bisherigen) Unterbringung, einseitige Fütterung, Langeweile, ......

Ebenso hat das - für dich zunächst grundlose - Beißen eine Ursache. Es gibt einen Grund, warum sich der Vogel so verhält. Er hat in seiner Vergangenheit gelernt, dass das Beißen sich für ihn mehr lohnt, als nicht zu beißen!

Von "Natur aus" beißen Papageien eigentlich nicht. Sie zeigen deutlich an, wann man sie "besser in Ruhe lässt". Wenn die Vorbesitzer diese Warnsignale nicht beachtet haben, haben die Vögel schnell gelernt, dass sich beißen für sie lohnt! Eine neue Chance haben sie trotzdem verdient und ich denke, du wirst dir dabei alle Mühe geben!

Sooooo verschieden von Blaustirnamazonen sind sie eigentlich nicht, auch nicht von Aras oder Graupapageien ..... die können das Beißen als lohnendes Verhalten genau so schnell lernen! (Nur begegnet man einem Ara mit einem verhältnismäßig großen Schnabel i.d.R. mit mehr "Respekt" und erzieht sie deshalb nicht so schnell zu Beißern!)

Laut können Amazonen auch sein, aber eben "anders" laut!

Hast du sie schon einem vogelkundigen Tierarzt vorgestellt und den evtl. wegen der Medikamente befragt?

Und .... neugierig bin .... hast du mal ein Foto von den zweien?

Ich hoffe, sie sehen nicht ganz so schlimm aus wie unser Jonathan!

Ich jedenfalls wünsche dir mit den beiden viel Freude, Sorgen und Nöte gibt es eh immer gratis dazu!Knuddel

Und wenn du ganz spezielle Fragen hast, immer her damit. Hier gibt es viele "Kakaduliebhaber"!

Viele Grüße
Susanne
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#5
Hallo Else,
willkommen hier im Forum! Wir halten auch seit über 25 Jahren Weißhaubenkakadus.
Wenn Du meine fachliche Hilfe in Anspruch nehmen willst, maile einfach an ganzheitliche-vogelheilkunde@email.de .
LG
Thomas
Liebe Grüße,
Thomas Braunsdorf
Tierheilpraktiker (Tätigkeitsschwerpunkt Papageien)
Lebensenergieberater Tier
Verhaltensberater Papageien
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#6
            Lieben Dank an alle.
Hallo Pico, ich weiß nur das die Tiere die Medikamente wegen des Rupfens bekommen haben. Das war aber in Berlin ein Tierarzt. Es handelte sich um Medikamente für Hunde, das ist alles was ich weiß.
Die Medikamente haben die beiden sehr aggressiv gemacht.
Ich vermute das er mit der Hand von einer FRau aufgezogen worden ist. So wie er auf mich fixiert ist.
Der TA hat sämtliche Untersuchungen gemacht (Federn eingeschickt etc.) und die Tiere für gesund erachtet.

Wir haben einfach versucht ihnen ein neues Zuhause zu geben. Das war derzeit die einzige Möglichkeit die wir sahen. Besser als v. 8 Uhr bis 20 Uhr alle 2 Std. mal für 5 Min. Besuch zu bekommen??!!

An Thomas extra Dank, ich werde mich gerne mit dir in Verbindung setzen.
Mein Weibchen sieht aus wie dein Jonathan. Keine Federn an den Flügeln. Er kann wieder fliegen sie aber noch lange nicht.
1. Foto: er links sie recht 2.Foto: wieder links Alfred rechts ist Else 3. Foto: Else
Gruß

Claudia
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#7
Hallo Else,

auch von mir ein Willkommen hier im Forum!

Die beiden Süßen sehen ja auf dem ersten Bild drollig aus - beide das Füßchen eingezogen. Aber dennoch: diese armen Geschöpfe. Ich hätte die beiden an Deiner Stelle auch zu mir genommen. Der Blick von Deiner Else auf dem linken und mittleren Bild ging mir durch und durch. Man sieht förmlich die Traurigkeit des bisherigen Leben in den Augen Deiner Süßen...

Hoffentlich leben sich die beiden Hauben schnell bei Euch ein. Ihr werdet jetzt einfach Zeit brauchen, Euch aufeinander einzustellen und Vertrauen aufzubauen. Gebt Euch gegenseitig die Zeit, das kann kleine Wunder bewirken.
Herzliche Grüße von Simone und den Tritons Cherokee und Cayenne
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#8
Hallo Claudia.

Auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum.

Wir haben auch vor nun bald 2 Jahren einen Weißhaubenhahn in ähnlichem Zustand übernommen. Genau dieser traurige Blick, die zerfressenen Federn und auch wir haben ihn aus "Mitleid" gekauft.
Charly war schon mehrmals verkauft worden und wir waren Besitzer Nummer 5 in etwas über 2 Jahren.

Heute, 2 Jahre später lebt er bei uns im Vogelzimmer mit seiner Henne Luna und unseren beiden Vasapapageien Bonny und Clyde.
Er kann heute wieder fliegen und es sind 80% der Federn wieder nachgewachsen. Im Sommer rupft er auch nicht am Bauch, im Winter leider schon ein bisschen.

Bei Charly hat es viel geholfen, dass er ständig beschäftigt wurde.
Du kannst deinen beiden auf jeden Fall so etwas ablenken vom rupfen:
reichlich Naturäste zum schreddern anbieten
Schredderspielzeug aus Holz ( bunt oder natur)
Klo-oder Küchenpapierrollen zum zerrupfen,
Futtersuchspiele,zum Beispiel Futter in einer Kokosnuss verstecken
Intelligenzspiele ( gibts im Handel unter Thread-Toys)

Wir zum Beispiel haben bei Charly rausgefunden dass er liebend gerne schraubt und Knoten öffnet. Auch findet er Fußspielzeug total toll aus Leder und Kunststoffperlen. Nachdem er es zerlegt hat fädelt er oft die Perlen wieder auf ein Band. Da kann er sich ewig mit beschäftigen.

Hier kannst du es sehen:

Charly beim Knotenöffnen

Und hier sind noch zwei Bilder die euch vielleicht ein wenig Mut machen... das erste zeigt Charly als wir ihn abgeholt haben und das zweite ist Charly ein gutes Jahr später bei uns.

Susanne und Heike könnten dir sicher auch solche Bilder zeigen. Und es ist einfach schön zu sehen wie so ein Vogel wieder aufblühen kann wenn er sich wohl fühlt.

LG
Verena

PS: Ihr solltet allerdings in naher Zukunft über eine größere Behausung eurer beiden Weißhaubis nachdenken
Der Eckkäfig ist auf Dauer zu klein und eventuell auch gefährlich für die Henne weil sie ihrem Hahn da drin nicht ausweichen kann.


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#9
Hallo ihr,

wir haben das Problem das sie vor fast allem Angst haben.
Klorollen Äste etc.
Else zittert sofort wenn etwas schnell, laut, groß oder dunkel ist.
Wir haben in Sisal Tannenzapfen und Holzwäscheklammern eingflochten, das findet er schon klasse.
Um Alfred muss man sich Sorgen machen, da Else in beisst wenn er sich putzt und sich sich vernachlässigt fühlt. Er sitzt dann immer wie ein begossener Pudel da.
Im Käfig sitzen sie unter der Woche ca. 5 Std. am Tage und am Wochenende kommen sie morgens gleich für den rest des Tages raus. Sie haben dann 40 pm Wohnzimmer um Flug und Kletterkünste auszuprobieren. Der Käfig hat eine Grösse von 1,20 x 1,20 x 1,89 ist das viel zu klein?Danke für die Buchvorschläge
Habe auch bereits das Buch von Stefan Luft gelesen 1x1 der Papageienhaltung. Sie fressen auch fast keine Früchte ausser: Apfel, Banane u. Weintraube. Garkeine Nüsse. "Schon komische Vögel"
Gruß

Claudia
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#10
Hallo,

so wie es aussieht rupfen sie sich nicht nur selbst, sondern auch gegenseitig.
Sieht auch so aus, als wenn der Oberschnabel bei der Henne etwas zu lang ist. ???

Ich persönlich denke, das die Vögel ein großes psychisches Problem haben, sie das Gefühl sich gegenseitig haben zu müssen und Niemand soll sich -vorerst- dazwischen drängen, weil sie anscheinend viel schlechte Erfahrungen mit dem Menschen haben sammeln dürfen.

Sie brauchen einfach Zeit um wieder volles Vertrauen haben zu können und auch Zeit sich an neue Dinge zu gewöhnen.

Meiner Ansicht nach sollte man die Vögel schon bei sich halten, ihnen aber große Zeiträume einfach nur zum Schauen lassen.

Ich denke, mit der Zeit wird das auch besser.

Ja, der Käfig ist auf Dauer zu klein.
Eigentlich ist das Minimum für die Unterbringung von Kakadus ein eigener Raum -insbesondere zum Schlafen oder die Momente wenn sie eben nicht frei fliegen können-sein.

Man kann letztendlich nie wissen oder erahnen wie so ein Hahn zwischendurch "tickt".
Die Beiden sind ja auch erst am Beginn ihrer Geschlechtsreife.
Viele Grüße Heike
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