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Wer hat Erfahrung mit Rosakakadus?
#1
Liebe Forianer,

Ich brauche Hilfe, wir sind seit kurzem um ein Familienmitglied reicher. Hugo, ein 6 Jahre alter Rosakaduhahn ist am Wochenende bei uns eingezogen. Eigentlich war eine Anschaffung erst in ein bis drei Jahren geplant, aber das Schicksal hat es anders entschieden. Kurz zur Vorgeschichte:

Hugo wurde von seiner Vorbesitzerin vor sechs Jahren als Handaufzucht gekauft, ähnlich wie ein schönes Möbel. Er passte gut in den Erker. Es war nicht so, dass seine ehemaligen Besitzer ihn nicht liebten, aber eben auf ihre Weise und nicht auf seine. Irgendwann war immer weniger Zeit für Hugo da, der Erker war auch weg und deshalb gab man ihn ab. Doch Hugo kam zurück. Man suchte weiter nach einem neuen Heim. Nur wollte ihn keiner, außer einem ehemaligen Händler.

Dann kam Hugo in eine Pension. Die Besitzerin dieser hätte ihn gerne selber behalten, was aber nicht ging, denn ihre Afrikaner sind nicht kompatibel mit den Australiern. Da wir uns sehr gut kennen, kam sie auf uns und wir auf einen Rosa namens Hugo.

Wohl wissend, dass es nicht einfach wird, haben wir Hugo zu uns genommen. Und mussten entdecken, dass sein bisheriges Leben nicht ganz spurlos an ihm vorüber gegangen ist. Wie es scheint, beginnt er bereits sich zu rupfen. Noch sind es „nur“ zwei „kleine“ Stellen, aber ich verstehe sie als Hilfeschrei. Jedenfalls habe ich den Verdacht, dass es mit seinem bisherigen Leben zusammenhängt. Entdeckt habe ich sie, als ich Hugo eine Dusche gönnte, die er sehr genossen hat. So kann man die kleinen kahlen Stellen nicht sehen.

Und nun zu Hugo und seinem Verhalten:

Hugo ist eine Handaufzucht und eigentlich zu Jedermann freundlich. Er will immer sofort aufsteigen und es sich auf jeder Schulter bequem machen. Aber hat er erst einmal eine Schulter, einen Arm geentert, wird diese/r verteidigt. Niemand darf sich nähern. Sonst wird gebissen oder eine Attacke geflogen. Er beißt nicht blutig, aber ich verstehe es durchaus als Warnung und da wir einen Sohn von 7 Jahren haben, nehme ich das durchaus ernst. Zum Glück ist der Kleine recht zurückhaltend. Aber ich muss trotzdem gut aufpassen. Ich will nicht, dass er schlechte Erfahrungen macht, nur weil er mir ein Bild zeigen will, dass er gemalt hat und unserem Rosakakadu Hugo passt das nicht in den Kram.

Die Vorbesitzerin hatte auch versucht Hugo zu verpaaren. Aber ihm dazu weder den nötigen Abstand ermöglicht, noch die entsprechende Geduld mitgebracht. Als Hugo nichts von der Henne wissen wollte, hatte sie diese einfach in seinen Käfig gepackt, damit er gezwungen war, sich an sie zu gewöhnen. Er wurde nicht böse, sondern saß verstört in der äußersten Ecke. Dabei muss man noch berücksichtigen, dass der Käfig viel zu klein war. Und da Hugo die Henne auch mit Zwang nicht mochte, diese sich auch nicht anfassen ließ, obschon als Handaufzucht gekauft, wurde die Henne wieder abgegeben. "Wenn der Hugo die nicht mag, dann mag ich sie auch nicht!"

Bände spricht auch, dass man nicht wusste, was er besonders gerne mag und was nicht. Obst: "nur Äpfel". Hier nimmt er alles. Sie fütterte ihn auch mit einfachem Futter aus dem Zooladen, welches reichlich SBK enthielt. Weswegen ich ihn bei einem vogelkundigen Tierarzt untersuchen lassen werde, um feststellen zu können, ob das fette Futter seiner Leber Schaden geschadet hat oder er sonst irgend etwas verbirgt. Oberflächlich ist er in Ordnung, denn Kot und Kropfproben waren vor ca. drei Wochen gemacht worden und ohne Befund.

Wir wollen und werden Hugo eine Partnerin suchen, aber zur Zeit ist dass noch nicht möglich, denn es müssen entsprechende Räumlichkeiten geschaffen werden, in denen es beiden Vögeln möglich sein wird, sich erst einmal aus sicherer Entfernung (mit separaten Käfigen ect) kennen zu lernen. Wir wollen für die Anpaarung das ganze langsame und behutsame Procedere. Es war ja nicht geplant einen Rosa aufzunehmen, deshalb hat es uns ein wenig kalt erwischt. Aber wir kriegen das schon hin. Und wenn es soweit ist, werden wir eine Rosadame suchen, die vom Alter her zu ihm passen wird. Keine Draufgängerin, sondern ein schüchternes nettes Mädel. Denn Hugo ist eigentlich auch ein ganz lieber und eher zurückhaltender Kerl.

Bis es soweit ist, dass Hugo eine Henne bekommt, müssen wir mit Hugo auch noch ein Stück weit Erziehung aufarbeiten. Auch wenn er ansonsten lieb ist (man muss mit ihm alleine sein), gibt es ein paar Verhaltensweisen, die wir ändern möchten/müssen, damit aus Hugo ein Familienvogel wird Jedenfalls soweit möglich.
Er muss lernen, dass sich auch eine zweite Person nähern darf, dass er auch mal von dieser übernommen wird, dass man keine Attacken fliegt, dass man sich mit der Hand von der Schulter nehmen lässt und das man auch mal eine Stunde alleine bleiben kann.

Ich finde es sehr wichtig und will das auch nicht auf die lange Bank schieben. Im Gegenteil. Hugo lebt jetzt in einer neuen Situation. Wir wollen ihn gleich richtig händeln, damit Hugo unsere Gesellschaft ebenso genießen kann, wie wir seine. Wir wollen lernen ihn zu verstehen.

Sein Vokabular kann sich hören lassen, ist aber nicht ganz jugendfrei, deshalb lassen wir das. „Was?“ Würde er jetzt dazu sagen, dass kann er nämlich auch und diverse Laute, wie zischen, schmatzen, knacken, clicken, fauchen, rauschen, knarren, schnarren, schnurren, quitschen (vom rostigen Gartentor über die alte Fahrradhupe bis hin zu Flipper) und irgendwas, was außerhalb des Empfangsbereich Mittelwelle alter Transitorradios lag.

Und er spricht auch mit jeder Feder, Flügel- und Körperhaltung und Haubenstellung. Wobei wir nicht immer ganz sicher sind, was er uns sagen will. Manchmal geht einfach auch alles viel zu schnell für ihn oder für uns, kommt ganz auf die Reaktion an. Unsere oder seine. Und damit das synchronisiert wird, werden kann, sind wir hier. Vielleicht gibt es ja jemand mit Rosakadu-Erfahrung?! Das wäre schön!
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#2
Hallo,

wir haben keine Erfahrungen mit Rosakakadus, außer einer (zufälligen) Vergesellschaftung hier.

Kennst du diese Seite? eine - wie mir auf den ersten Blick scheint - "ehrliche Kakaduseite" Zwink Ich glaube da kannst du stöbern und bekommst einige Fragen beantwortet. Vlt. auch ein Telefonat?

Arndt Verlag und Ulmer Verlag anschreiben: z.B. (Arndt) Papageien 3/2003 und WP Magazin 2/2001
Vlt. lohnt sich für dich auch dieses Buch, ist aktuell (von 2010) (für ein Taschenbuch ein gewöhnungsbedürftiger Preis Zwink)

Viele Grüße
Susanne
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#3
Hallo,

danke an den Besitzer von Lori und Alex und .... Er hat mich darauf hingewiesen, dass der Herausgeber dieses Buches:

(02.11.2010, 19:50 )Uhu schrieb: Vlt. lohnt sich für dich auch dieses Buch, ist aktuell (von 2010) (für ein Taschenbuch ein gewöhnungsbedürftiger Preis Zwink)

anscheinend nur Inhalte aus Wikipedia veröffentlicht. Googelt einfach mal nach LLC-Books.

Ich hatte mir gestern den Band über Molukken, den über Inkas und den über GWK bestellt - mal schauen, was da kommt...

Viele Grüße
Susanne
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#4
Fast 40 Euro und dann der Inhalt aus Wikipedia, dass finde ich unseriös.

Unser Hugo ist zur Zeit total lieb und sehr anhänglich. Seine ersten Attacken haben sich im Moment gelegt. Ich sage im Moment, weil die Vögel immer für eine Überraschung gut sind.

Zur Zeit hole ich in Morgens für zwei Stunden heraus. Da spielen wir, ich verstärke positives Verhalten und ich rufe ab, was er in der kurzen Zeit schon gelernt hat.
Heute kam mein Mann ins Zimmer und Hugo bleib cool. Mein Sohn war die ganze Zeit dabei, er hatte Schulfrei. Auch das war kein Problem.

Inzwischen landet Hugo, wenn er ungefragt zu mir fliegt fast immer auf meinem Oberarm und nicht mehr auf der Schulter. Tut er es doch, setze ich ich zurück. Und wenn ich ihn rufe, dann kommt er inzwischen sicher auf dem Unterarm. Der sieht schon gut zerkratzt aus. Aber es gibt ja Salbe.

Heute war er auch extrem anhänglich und brauchte viele Krauleinheiten. Er liebt es, wenn ich seinen ganzen Kopf streichle und dann über seinen Rücken fahre. Wir lernen uns immer besser kennen.

In diesen zwei Stunden, die er Morgens draußen ist, gebe ich ihm viel zum Spielen. Denn Spielen ist seine Leidenschaft. Ich verstecke einen Sonnenblumenkern in einem Eierkarton. Zuerst nehme ich drei Kerne in die Hand und zeige sie ihm. Dann wird er schon nervös. Dann bekommt er einen Kern und will natürlich mehr. Den zweiten lege ich vor seinen Augen in den Eierkarton, also in die Rückseitige Vertiefung. Dann darf er versuchen den Kern herauszuholen. Hugo ist nicht blöd. Er packt den Karton und zerrt und macht so lange, bis er ihn umgedreht hat und der Kern hinausfällt. Der wird dann augenblicklich verspeist. Dann kommt er zu mir und bekommt den dritten Kern als Belohnung.

Das nächste Spiel spielen wir mit einer kleinen hohlen Holzrolle, die er wie eine Hantel fassen kann. Da stopfe ich ein Stück getrocknete Papaya hinein. Erst habe ich im die Rolle so gegeben. Mittlerweile verstecke ich die Rolle in einem Karton mit Papier. Hugo findet sie und kann da sehr ausdauernd sein.

So vergeht die Zeit mit Spielen, Trainieren und Schmusen. Anschließend geht er fressen und muss sich ausruhen, Federpflege betreiben und was ein Rosa noch so zu erledigen hat. Schließlich muss auch das Spielzeug im Käfig bearbeitet werden.

Heute Nachmittag kommt dann die zweite Einheit und am Abend beschließen wir den Tag mit Leckerchen und schmusen. Und um 20.00 Uhr gehen anständige Rosas schlafen, damit er auf seine 11-12 Stunden Ruhe kommt.

Alles, das freie Spielen und das trainieren, geschieht vor dem Hintergrund, dass Hugo lernt, dass andere Personen keine Gefahr sondern zusätzliche Freude bringen.
Nebenbei bereiten wir alles für seine Verpaarung vor. Sobald Hugo hier eingewöhnt ist, soll eine Henne einziehen. Denn wir können ihm zwar einiges bieten, aber es gibt ein paar Dinge, die kann er nur mit einer Henne teilen, und dass wollen wir ihm keinesfalls vorenthalten. Wir freuen uns schon darauf eines Tages zwei Verliebte beobachten zu können und setzen alles daran, dass es so funktionieren wird.
Die Vorbesitzerin meinte zwar, dass Hugo nicht verpaart werden kann. Ich bin da anderer Meinung. Und nach nur einem Versuch kann man nicht sagen, dass geht nicht. Wer von uns ist am ersten Partner kleben geblieben? Es gibt Ausnahmen, die die Regel bestätigen.
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#5
Hallo ichbinrosa,

vielen Dank für Deine sehr ausführlichen Berichte; bitte mehr davon. Deine Berichte kommen mir wie ein Dejavue aus dem letzten Jahr mit unserem Leo (Inkahahn) vor. Wir haben mittlerweile eine Henne (Hermine) die sehr resolut auf Leo zugeht.
Ob sich die Kakaduarten in ihrem Verhalten sehr unterscheiden kann ich nicht sagen, da habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Eventuell ist das Verhalten von Rosas und Inkas ähnlich, da sie auch in freier Wildbahn häufig gemeinsam anzutreffen sind.

Viele Grüße

humboldt
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#6
Hallo,
habe auch 2 Rosas (Hennen) und lese gerade mit, was du so erlebst.
Trainieren tue ich mit meinen beiden auch, nur denke ich, dass das Training mit dem Eierkarton nicht ganz "richtig" abläuft. Weder den Kern vor dem Herausschütteln aus dem Eierkarton, noch den Kern hinterher würde ich geben. Denn: Der 1. Kern belohnt ihn schon, aber wofür? Der Kern aus dem Eierkarton ist doch die eigentliche Belohnung fürs Suchen. Und der 3. Kern ist wieder fürs "Nichtstun".
Vielleicht macht sich dein Rosa irgendwann nicht mehr die Mühe für seine Leckerlis etwas zu tun (also auch nicht, wenn du es dringend möchtest!), wenn er sowieso schon so viele ohne Mühe bekommt. Das Spielen mit dem Karton macht ihm Spaß, aber was ist mit Kommandos, die ihm keinen Spaß machen, die du aber für notwendig erachtest?
Nicht böse sein, war nur so eine Idee. Habe nämlich festgestellt dass Rosas echt pfiffig sind und einen ganz schön manipulieren können, wenn man nicht aufpasst (und auch, wenn man aufpasst!!!)
Und wenn ich falsch liege, mit meinen Bedenken, darf man mich auch gerne korrigieren.
lg
Sabine
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#7
Hallo sabine,

du hast recht. Habe daselbe gedacht auch wenn ich keine Rosas habe, alle Geier sind sehr klever. Dance

Das Spiel Training Schmusen vereint wird ist gut...
Training=Konzentration, dann spielen und schmusen=erholen, geniessen.
Grüessli Et, Floh, Wendi,Bandit,Sina, Snowi und Noelle

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#8
Hallo,

@ Haubentier: du hast vollkommen Recht! ApplausApplaus

Spielen macht Spaß - Spielen ist eben nicht Training! Spielen, das Spaß macht, beinhaltet schon die Verstärkung in sich: Der Vogel freut sich, dass man sich mit ihm beschäftigt.

Training ist "Arbeit" und hat mit den beschriebenen "Spielchen" nichts zu tun. Du hast vollkommen Recht - die Futterverstärker werden so zu einer Währung, die nicht viel Wert ist, da es sie im Überfluss gibt.

Dazu: Sonnenblumenkerne für Rosas - ich würde da eher auf sog. "Futtermanagement" zurückgreifen, das wäre für den Rosa auf Dauer gesünder!

Viele Grüße
Susanne
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#9
Hugo lebt sich bei uns ja gerade erst ein und hat in der ersten Zeit recht unberechenbar reagiert.

Diese Kerngeschichte mit den drei Sonnenblumenkernen verhält sich so.
Den ersten Kern gibt es, weil er zu mir kommt. Den zweiten Kern erabeitet er sich und den dritten bekommt er, weil er auf Zuruf die Sache unterbicht und freundlich zu mir kommt.

Drei SBK für eine Spieleinheit finde ich nicht schlimm. Ich denke auch, dass Hugo mit ganz kleinen Schritten lernen soll und deshalb verstärke ich, gerade im Spiel positives Verhalten. Was man bei Hugo bedenken muss ist auch, dass er Spielen gar nicht wirklich kennt. Und am Anfang sich auf nichts eingelassen hat.

Nach einer Woche, kann ich ihn auf dem Arm halten, ohne dass er auf die
Schulter klettert.

Er hat gelernt zu mir zu fliegen, wenn ich ihn rufe.

Er lässt sich nun nicht nur auf dem Käfig absetzen, sondern geht schon von alleine darauf, wenn ich sage "zurück".

Er akzeptiert seine Freisitze und bleibt auch darauf.

Und Hugo lässt sich rufen und zum Spielen einladen. Er hat keine Angst mehr vor einem Karton z.B.

Und sehr schön, ich muss auf Holz klopfen, er hat seit drei Tagen keine Attacken mehr geflogen.

Inzwischen lässt er sich von mir kraulen und streicheln. Ohne, dass er mich dazu auffordert. Ich sehe das als absoluten Vertrauensbeweis.

Ich denke, dass sind enorme Fortschritte. Jetzt möchte ich langsam daran arbeiten, dass er, wenn er bei mir sitzt, kein Problem mehr mit direkter Nähe anderer Menschen hat und dass man ihn später sogar mal übergeben kann. Aber das wird für ihn ein großer Lernschritt werden, den wir behutsam einläuten.
Wenn ich mit Hugo arbeite, wechseln sich Spieleinheiten und "reine"Trainingseinheiten ab. Wobei ich denke, dass manches, was ich als Training ansehe, für Hugo auch Spaß und Spiel bedeutet. Das Flugtraining z.B. findet er ganz toll. Denn da macht er immer ausdauernder mit und ich vergrößere die Distanz.

Ich denke, dass man den Spieltrieb sehr gut miteinbeziehen kann und sollte. Was Spaß macht, macht man gerne. Allerdings bedeutet das, dass man das Spielen auch lenken muss.

Wenn ich Hunde für bestimmte Aufgaben ausbildete (nebenberuflich), wählte ich sehr verspielte Hunde aus und arbeite sie über den Spieltrieb. Hunde mit wenig Lust zum Spielen, sind für uns völlig ungeeignet. Und wir machten aus den Trainingseinheiten für die Hunde immer eine Art Spiel. Für uns ist es Arbeit, den Hunden macht es Spaß.

Natürlich sind Hunde und Kakadus nicht vergleichbar. Aber auch Pferde und Hunde nicht. Zwei völlig gegensätzliche Tiere. Das eine ein Raubtier und das andere ein Fluchttier. Aber auch hier funktionierte diese Arbeitsweise sehr gut. Natürlich unterscheiden sich die Spielangebote und Vorgehen voneinander, weil man die auf das jeweilige Individuum und seine Art spezifischen Verhalten anpassen muss. Das Grundprinzip bleibt gleich. Spaß beim Umgang mit dem Trainer und zuverlässiges positives Verstärken für gewünschtes Verhalten.

Für den Aussenstehenden wirkten unsere Ergebnisse oft wie zufällig erreicht. Aber das waren sie nicht, sondern kommen auf Grund jahrelanger Erfahrung und Beobachtung zustande. Man muss die Tiere lesen können und kleinste Erfolge in die gewünschte Richtung belohnen. Das bringe ich den Leuten hier bei, in der Arbeit mit Hunden, früher oft auch mit Pferden. Am Anfang denken viele, Zauberei. "Wie macht die das?" Aber wenn sie lernen auf ganz winzige Zeichen ihrer Tiere zu achten, geht es dann ganz plötzlich sehr schnell mit den Erfolgen.

Bei meinem Hugo muss ich lernen ihn zu lesen. Das ist nicht ganz so einfach, wie beim Hund oder Pferd. Aber es beginnt sich langsam etwas zu öffnen. Ich komme mir zwar noch vor wie ein Erstklässler, der aus vier Buchstaben ein Wort bilden kann. Aber etwas mehr als eine Woche, bin ich hoch zufrieden. Und Hugo muss ja auch lernen, u.a. das hier die Hand nett ist, eine Banane nicht beißt und frische Äste genüsslich zerschreddert werden dürfen und er sich sicher fühlen kann.
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#10
Gute Einstellung ! daumendruck

Alle Kakadus sind in ihrem Wesen verschieden und wenn Du mit Deiner Methode so gute Erfolge hast, super !
Aber manche Anmerkungen die hier im Forum gemacht werden, sollte man auf jeden Fall im Hinterkopf behalten, falls mal was nicht wie gewünscht funktioniert und man eine Alternative braucht.
Ich bin ja auch nicht folgsam, gell Susanne ?

Viele Grüße

humboldt
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